Sechs gängige Optionen, was sie jeweils können und wo die Grenzen liegen — neutral aufgelistet, ohne Empfehlung, ohne Affiliate-Links.
Genau wie beim Hoster-Vergleich: keine Provision, kein Partnerlink, keine Empfehlung für die eine "beste" Lösung. Welcher Passwort-Manager passt, hängt davon ab, was dir wichtig ist: Kosten, Komfort oder volle Kontrolle über die eigenen Daten. Hier die Fakten dazu.
Bitwarden wurde 2015 von Kyle Spearrin gegründet und sitzt im kalifornischen Santa Barbara. Der Code ist quelloffen und wird jährlich extern geprüft, unter anderem durch Cure53. Die ETH Zürich hat zusätzlich die Verschlüsselung separat untersucht. Seit dem ersten Release 2016 ist Bitwarden zu einer der meistgenutzten Alternativen geworden, auch weil nach den Sicherheitsvorfällen bei LastPass viele Nutzer gewechselt sind.
1Password kommt vom kanadischen Unternehmen AgileBits aus Toronto. Gegründet 2005 von den Ehepaaren Teare und Karimov, ursprünglich um die eigene Passwortflut in den Griff zu bekommen. Über ein Jahrzehnt lief das Geschäft ohne externes Kapital, die erste Investitionsrunde kam erst 2019. Heute ist 1Password SOC-2-Type-II-zertifiziert, mit regelmäßigen externen Penetrationstests, deren Berichte über das eigene Trust Center einsehbar sind.
Proton Pass stammt vom Schweizer Anbieter Proton, bekannt vor allem durch Proton Mail und Proton VPN. Im Vergleich hier ist es das jüngste Produkt, Ende-zu-Ende-verschlüsselt und mit demselben Datenschutz-Fokus wie die restlichen Proton-Dienste. Ein unabhängiges Audit durch Recurity Labs bewertete die Sicherheit als "weit überdurchschnittlich", ohne kritische Schwachstellen.
Dashlane wurde 2009 in Paris gegründet und 2012 öffentlich gestartet, heute mit Standorten in Paris und New York. Aus einer schlichten Browser-Erweiterung fürs automatische Ausfüllen ist über die Jahre eine komplette Sicherheits-Suite geworden, inklusive Dark-Web-Monitoring und eigenem VPN. Dashlane ist SOC-2- und ISO-27001-zertifiziert, mit jährlichen externen Penetrationstests und einem öffentlichen Bug-Bounty-Programm über HackerOne.
KeePassXC entstand 2016 als Community-Fork von KeePassX. Das wiederum war eine plattformübergreifende Portierung des ursprünglich Windows-only KeePass. Der Fork kam zustande, weil die Entwicklung von KeePassX ins Stocken geraten war und eine Gruppe von Entwicklern das Projekt weiterführen wollte. Lokal, kostenlos und komplett quelloffen, ganz ohne Cloud-Anbindung von Haus aus, dazu unabhängig von externen Experten geprüft.
Vaultwarden wurde ursprünglich als "bitwarden_rs" vom Entwickler Daniel García ins Leben gerufen, geschrieben in Rust. Es ist ein Community-Projekt ohne offizielle Verbindung zu Bitwarden Inc. Selbst gehostet, aber kompatibel zu den offiziellen Bitwarden-Apps: eine schlanke Eigenimplementierung des Bitwarden-Servers, die auf dem eigenen Server statt in fremder Cloud läuft. Wichtig dabei: Bitwardens eigene Sicherheitsaudits decken diesen Code nicht ab, hier verlässt man sich auf die Qualität des separaten Community-Projekts.
| Manager | Typ | Kostenlos? | Größte Stärke | Größte Schwäche |
|---|---|---|---|---|
| Bitwarden | Cloud | Ja, großzügig | Open Source, viel im Gratis-Tarif | Weniger poliertes UI |
| 1Password | Cloud | Nein | Bedienkomfort, Team-Freigabe | Kein Dauer-Gratis-Tarif |
| Proton Pass | Cloud | Ja, großzügig | Schweizer Datenschutzrecht, E-Mail-Aliase | Jüngeres Produkt, kleineres Ökosystem |
| Dashlane | Cloud | Nein (seit 09/2025) | VPN & Auto-Change inklusive | Eher teuer |
| KeePassXC | Lokal | Ja, vollständig | Volle Kontrolle, keine Cloud | Sync selbst organisieren |
| Vaultwarden | Selbst gehostet | Ja (+ Serverkosten) | Eigene Infrastruktur, volle Kontrolle | Eigene Wartungspflicht |
Zur Einordnung: Alle sechs hier gelten als etabliert und vertrauenswürdig. Es gibt keine objektiv "beste" Wahl — nur die Frage, ob dir Bedienkomfort, Preis, Datenschutz-Jurisdiktion oder volle Datenkontrolle am wichtigsten ist.